Posts gespeichert unter 'Hannover96'

Red ridinghood

Bzw. die Roten reiten wieder

Jawohl, unsere Fussballhelden kommen langsam in Form. 20 Punkte zur Winterpause – das ist genauso wie 1:0: Punktlandung. Frag mal nen Fallschirmspringer danach, dann weisste, wasses wert ist. Wieso jetzt alle auf Peter “Arbeitslos-und-Spass-dabei” herumhacken – das sagt mehr über die Leute selber aus als über Peterle selber. Der hat sich nämlich nicht gross verändert. Wir sind im Moment halt nur ein mittelmässiges Team. 

Doch halt – wie war das im Untertitel? Richtig. Die Redaktion ist guter, nein bester Dinge für die Rückrunde. Wenn der Huszti mit dem Rosental – da werden so manche Bielefelder Nichtexistente und Nürnberger Lebkuchen noch ihr rotes Wunder erleben. Und wenn erst die Torwalze in Schwung kommt. Also statt das Leben der Andresen bin ich für Niemand und Garkeinen für die Rückrunde. Wir haben doch alles, was man braucht. Bargeldlose Bierbezahlung, die schon verdächtig lange reibungslos funktioniert. Den Torwart mit den besten Futures, oder nochmal für Börsianer mit nem klaren Bullentrend. Einen srpücheklopfenden und im Nebenjob sogar treffenden Stosstürmer. Und den Pokal hammer auch schon halb im Schrank. Also ich sach ma – da geht noch was.

Huldvoll blicken wir auf Abstiegspanikkäufe in Städten, die auch nie in den UEFA-Cup gehörten und jetzt unsere Rache zu spüren bekommen. Geschickt machte unser brasilianischer Baumverteidiger ein Schein-Eigentor. Gemein, gemein. Die lichte Höhe unserer 20 Punkte verleitet uns sogar, wählerisch zu werden bei den Zukäufen. Aber wer hat, der hat. Und wer Hecking bei der PK schon mal in seinem Kaffee rühren sah, möchte nicht in der Haut der noch kommenden Gegner stecken.

Rot teilt aus – eure Redaktion

Originalpost vom 01.01.2007

jetzt kommentieren? 17.August 2008

Sturmwind am Müllhügel

Kaenzig in Nöten

Ja, da geht was. Jetzt wollen sie unseren Ilja aus dem Amt schreiben. Man kann sich nicht sicher sein, ob nun der wiedereingemischte Martin Kind oder Herr Willeke mehr Interesse daran haben, aber der Effekt ist der Gleiche.

Ilja Kaenzig sollte auf jeden Fall daraus lernen. Die menschliche Seite kommt bei ihm eindeutig zu kurz. Was weiss man von diesem Mann? Man sieht ihn eigentlich immer nur telefonieren. Auch in Kommentaren in der Presse merkt man ihm eindeutig an, dass er sich nicht gerne in die Karten schauen lässt. Aber ein Manager einer Bundesligamannschaft, so er nicht ein entmachteter “Sportdirektor” sein will, ist mehr als das. Er ist ein wichtiges Aushängeschild des Vereins. Man möchte irgendeine Identifikation mit der Stadt, mit den Spielern, mit den Fans spüren.

Tja, und da hapert es bei unserem eidsgenössischen Himmelsstürmer doch gewaltig. Dass ihm das jetzt vielleicht seinen Job kostet, muss man ihm schon gönnen.

Ich hoffe es nicht. Dazu ist die Kernarbeit, die er abliefert, einfach zu professionell. Der Kader von 96 wurde seit dem Wiederaufstieg erst seit seiner Ankunft ansatzweise systematisch und trotzdem finanzierbar – d.h. langfristig – verstärkt. Und das ist letztlich das einzige, was zählt.

Tja, alter Disco-Moderator: einfach mal ein bisschen fairer sein in Verhandlungen und für andere Leute (Mertesacker?) etwas mehr Wertschätzung zum Ausdruck bringen, und schon haben wir dich wieder lieb.

Originalpost vom 20.07.2007

jetzt kommentieren? 17.August 2008

Ball Paradox – Hannover 96

Von der Kunst des antizyklischen Fussballs

Derzeit haben unsere roten Riesen, die gesamte Presselandschaft inkl. Fanforen mit einem seltsamen Pänomen zu tun. Der Aufschwung in der Spielkunst von 96 geht einher mit einem Abschwung in den Ergebnissen. Versuch einer Stellungnahme.

Seit dem Abschied eines gewissen Krupnicovic bemüht sich der (halb) -prominent verstärkte Kader, die dadurch gerissene Lücke zu schliessen. Und zwar vergeblich. Mal mit grandiosem Scheitern, mal mit deprimierendem Stumpfgekicke. Aber alle waren sich schon einig: ohne Spielmacher geht es nicht, wir brauchen den Messias. Aber woher nehmen? Sousa ein Weichei, Yankov zu konfus und irgendwie zu jung (man spricht mittlerweile immerhin deutsch).
Micoud zu teuer und obendrein zu zickig, Ronaldinho zu schiefe Zähne, Deco hat ne Oma in Deuschland, die er derart fürchtet, dass er selbst beim Confed Cup das Hotel nicht verliess.

Nun begab es sich aber zu der Zeit im Weserstadion, dass hohe Motivation gegen den vermeintlich starken Gegner mit ansatzweise aufkeimendem Kombinationsspiel zusammentraf und eine Halbzeit gezaubert wurde, dass es eine Pracht war. Jawohl, meine Herren, Kombinationsspiel, ihr habt richtig gehört. Etwas, das ohne Rangnick und den o.g. abgewanderten Herrn für alle Zeiten von uns gegangen schien.

Jetzt mal etwas ernster: Klar, die Gründe, warum dieser Hoffnungsstrahl dann absurderweise in die höchste Saisonniederlage mündete, sind hinreichend diskutiert worden: Ladehemmung im Sturm, sonst nichts. (Sonst nichts ist allerdings eine Verharmlosung, wer sich an die lange, lange Auszeit eines gewissen Miro Klose erinnert, weiss, wie lange sich sowas hinziehen kann).
Zusätzlich ein indisponierter Mertesacker.

Die eigentliche Frage aber ist doch: wie soll man so ein absurdes Spiel bewerten, wie den Kopf freibekommen (das gilt ja vor allem für die Spieler). Denn schliesslich ist es ja so: falls diese wiedererstarkende Kombinationsfreude keine Eintagsfliege gewesen sein sollte, ist es ja eher so, dass wir uns um unsere Kicker keinerlei Sorgen zu machen brauchen. Dann ist der UEFA-Cup nächste Saison tatsächlich erreichbar. Denn auch nach diesem Spiel wage ich zu behaupten: Die Abwehr steht, dank Ewald. Und zwar auch ohne Mertesacker, wie man zwischenzeitlich gesehen hat, als er verletzt war. Der Sturm ist auch nicht schlecht besetzt. Wir haben auf den Aussenbahnen durchaus noch Eisen im Feuer (Schröter rechts, Halfar links, wenn er weiter vorne eingesetzt wird).

Ich schlage folgendes vor: Wir sollten von den Bremern lernen. Was ausgerechnet von denen, die uns so peinlich vorführten? Jawoll, genau von denen. Schliesslich macht Werder nicht erst seit gestern und zumindest seit Thomas Schaaf Trainer ist vor, wie man gegen die übermächtigen Bayern zumindest ansatzweise bestehen kann. Immer wenn sie Gefahr laufen, um die Meisterschaft mitzuspielen, und die Medien durchdrehen, werden Allofs und Schaaf gefragt nach Bayernjäger, Tabelle und PiPaPo. Und immer die gleiche, einzig richtige Antwort: Wir konzentrieren uns ganz auf uns, wir müssen sehen, dass wir besser spielen, dann kommt der Rest von alleine.

Dies Motto beherzigt, und mir ist nicht bange.

Originalpost vom 29.03.2006

jetzt kommentieren? 17.August 2008

Mühsam nährt sich… – Hannover 96

Die Landeshauptstadtskicker auf dem mühsamen Weg nach oben

Tritt
Tja.
Das ist schon fast alles, was einem dieser Tage zu den Roten einfällt (Stand 08.02.06). Es läuft einfach nicht rund. Dabei haben wir alles versucht. Stürmerkauf. Trainerwechsel. Systemwechsel. Wechsel der Führungsetage.
Und immer suchen wir nach Gründen. Dabei fallen einem immer exotischere Herleitungen ein. Eine (allerdings wohl nur für mich persönlich) gar nicht mal so weit hergeholte ist, dass die Sterne ungünstig stehen. Jawoll, ich oute mich als Astrologieanhänger. Ein Mannschafts-Horoskop in einer grossen Sportzeitung prognostizierte 96 Ladehemmung im Sturm bis weit in die Rückrunde hinein. Für nüchternere Geister kann mans so ausdrücken: unsere Zeit ist noch nicht gekommen.

Wenn man sich die Spiele anguckt, drängt sich natürlich auf: die spielerische Linie fehlt. Irgendwie scheinen sich die Akteure nicht richtig zu verstehen, allen voran Vahid Hashemian und Thomas Brdaric. Pässe kommen nicht an, Laufwege enden im Nichts. Aber an den beiden wird es nur exemplarisch sichtbar. Sicherlich: der spielerische Integrationsfaktor Krupnikovic fehlt ersatzlos. Offensives Mittelfeld und geordneter und trotzdem schneller Spielaufbau findet nicht statt. Das ist sicherlich der konkreteste Ansatzpunkt. Aber auch hier beisst sich die Katze wieder in den Schwanz: Spielaufbau kommt ja durch das Zusammenspiel aller Akteure zustande und man kann ihn nicht von einer Person erwarten. Das hat man ja gesehen, wenn Krupi einen schlechten Tag hatte. Also sind wir wieder am Anfangspunkt. Statt des Ganzen sehen wir nur die Summe der Teile. Aber warum?

Wie wäre es damit: manche Sachen sind unerklärlich, und selbst mit Erklärungen ist noch nichts gewonnen. Auch wenn mein Kollege Sören um solche nicht verlegen ist. Man kann nur weiterhin alles versuchen und die Hoffnung nicht aufgeben, irgendwann kommt die Zeit.

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