Vergesst Jennifer Beals (Flashdance), vergesst Dirty Dancing, vergesst John Travolta. Hier kommt die wahre Dancing Queen…
Einer der krassesten “Recurring Characters” (Wiederkehrende Charaktere) in MadTV ist Lorraine. Mo Collins spielt diese wunderhübsche Familienmutter, deren Mann Carl heisst. (“Caaaaaarl!”). Der Hammer ist, dass Mo Collins eigentlich eine schöne Frau ist, jedoch spielt sie in den krassesten Masken die hässlichsten Rollen. Dazu kommt ihr natürliches Talent für Grimmassen. Get into the groove!
Ich sah den gleichnamigen schwedischen Film (auch recht klasse) und suchte danach auf Amazon. Dabei geriet ich auf die Buchkritik von “Evil” und die Leserkommentare machten mich neugierig. Etwas peinlich ist mir, dass das wohl auch mit meinem Faible für extrem gewalttätige Filme zu tun hat.
Alles fängt ganz harmlos an: Daniel wohnt auf dem Dorf im Amerika der fünfziger Jahre. Er erzählt vom recht idyllischen Kinderleben. Es gibt zwar ein paar verrückte Nachbarskinder, doch eigentlich läuft alles ganz normal. Bis im Nachbarhaus zwei Waisen aufgenommen werden, Meg und ihre Schwester, die bei einem Unfall ihre Eltern verloren haben. Die aussergewöhnlich hübsche und lebensfrohe fünfzehnjährige Meg fällt auf im Dorf, und Daniel verliebt sich sofort in sie, auch wenn ihm das anfangs nicht bewusst ist.
Die zwei Gesichter der Ruth
In ihrer Pflegemutter Ruth aber scheint Meg einen komplett falschen Schalter umgelegt zu haben. Aus Gründen, die erst im Verlauf der Geschichte schemenhaft klar werden, hasst Ruth Meg. Was zunächst als die lieblose Behandlung von ungebetenen Pflegekindern beginnt, steigert sich langsam immer weiter. Die Fassade der ach so toleranten Ruth bekommt Risse und der Leser Angst.
Ich will nicht zuviel verraten, doch man kennt den groben Plot sowieso in anderen Buchkritiken. Und selbst wenn man genau weiss, was passieren wird, ist es immer noch böse schockierend. Am Ende befindet sich Meg im Keller des Hauses und man kann sich denken, was Ruth ihr antut. Und nicht nur sie: Ihre Kinder und auch viele Nachbarkinder machen mit. Unvorstellbar? Auch wenn das ein oft missbrauchtes Label ist: das Buch beruht auf einer wahren Geschichte.
Ach, kennen wir doch, Saw, Hostel, wohl ein Autor, der auf die Welle der Gewaltpornos aufspringen will, ist die instinktive Reaktion. Weit gefehlt. Sehr weit. Ist dies eine Horrorgeschichte? Eigentlich nicht. Es geht um etwas anderes.
Durch den Ich-Erzähler Daniel bekommt die Geschichte eine sehr ungewöhnliche Perspektive. Es geht um seine Mitschuld, die ihn auch dreissig Jahre später nicht ruhig schlafen lässt. Auch geht es um beginnende Pubertät, darum, dass sexuelle Energien auch etwas Gewalttätiges haben, um die Faszination von Gewalt und Macht.
Das Buch tut weh
Das, was alle Rezensenten schrieben, trat tatsächlich auch bei mir ein: mir war nach Lesen des Buches noch drei Tage schlecht. Man fühlt sich mitschuldig, bekommt eine Vorstellung davon, wie es ist, wenn in der Nachbarschaft so etwas wirklich passiert, wie sich ein Mensch fühlt, dem es passiert. Es ist alles erschreckend real. Immer wieder gibt es Passagen, in der die Kinder Meg helfen wollen, in der das Tempo verlangsamt wird und scheinbar ins Normale zurückbringt. Nur um dann in sinnloser Gnadenlosigkeit die Schraube weiter anzuziehen.
Eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Ton des Filmes hat “Funny Games” von Michael Haneke. Wer diesen Film mochte (obwohl, mögen kann man sowas nicht), der sollte “Evil” lesen. (nicht das Vorwort von Stephen King lesen, er verrät die komplette Geschichte).
Tjaja, das iphone. Lange wurde es angekündigt, die einen zweifelten an seinem Erfolg, die anderen waren fest davon überzeugt. Und jetzt, ca. ein Jahr nach seiner Veröffentlichung, ist es immer noch praktisch konkurrenzlos. Nicht nur das beste Bedienkonzept, sondern tatsächlich das einzig vernünftige. Grösstes Display, bester Touchscreen. Plus den Apple-Suchtfaktor…
Selber habe ich eine irrationale, aber langanhaltende Abneigung gegen Apple, auf die ich hier nicht weiter eingehen will, denn sie tut nichts zur Sache, und wer weiss, vielleicht werde ich sie mal überwinden… Habe das iphone erst einmal in der Hand gehabt, aber die Bedienung fühlt sich einfach fantastisch an, und alles sieht super aus. Sehr rund, sehr überzeugend.
Was man sich angesichts des ungeheuren Erfolges des einzigen Smartphone, das Spass macht, fragt: Warum hat die Konkurrenz derartige Schwierigkeiten, das Konzept einfach zu kopieren und etwas vergleichbares auf den Markt zu bringen? Versuche wie das Qbowl von Samsung oder die verschiedenen HTC-Geräte blieben immer halbherzig und patzten in der wichtigsten Disziplin, der Bedienung. Die Bildschirme sind oft zu klein, der Touchscreen reagiert zu träge…
Es gibt wahrscheinlich nur eine wirkliche Erklärung: Apple ist seiner Zeit tatsächlich voraus, und die Konsequenz, mit der die Firma ihre Produkte durchplant und umsetzt, ist ohne Beispiel in der Branche. Konsequent aus Nutzersicht gedacht, konsequentes und puristisches Design, das jeden Preis gewinnen kann, und immer als geschlossenes System gedacht. Das ist schon klasse.
Ich will trotzdem keines Meine Vorfreude auf Android und die dazu passenden Geräte wird durch Google’s Chrome und die gerechtfertigten Diskussionen darum getrübt, und andere Initiativen sind noch weniger marktreif oder haben ein träges Windows Mobile. Doch halt, neulich durfte ich mal ein HTC Touch Diamond ausprobieren. Das ist schon bei 70%, aha, die Konkurrenz schraubt mächtig in der Garage…
Vor einer wichtigen Präsentation ist fast jeder nervös. Verschärft wird die Situation, wenn ein wichtiger Kunde anwesend sein wird. Was liegt also näher, als sich etwas Mut anzutrinken?
Durchzufeiern, empfielt sich allerdings nicht, besonders, wenn man dann spät in der Nacht noch die Power-Point Folien überarbeiten muss. Nicole Parker in einer Glanzrolle – wer wünscht sich nicht, die Angst zu besiegen und stattdessen mal richtig Gas zu geben?
Es ist immer wieder interessant, in welchen verrückten Perücken und Verkleidungen die MadTV Cast-Mitglieder in den Sketchen auftauchen, und dabei hat jeder Schauspieler seine Stärken. Nicole Parker spielt oft relativ “normale” Menschen (mit wenig Kostümierung), die Opfer unglücklicher Umstände werden. Hier dreht Sie allerdings den Spiess um, und wer die Dame nach diesem Auftritt nicht liebt, hat selber Schuld…