Monatsarchiv für August, 2008
Peinlich gibt es nicht
Steve mit Jane, Patrick mit allen und Jeff nur für sich selber: das hört sich nicht nach einem besonders prickelnden Konzept für eine Comedy-Sitcom an. Jedoch ist die leider viel zu kurz gelaufene BBC-Serie “Coupling” (geschrieben von Steven Moffat) schon ein Highlight. So richtig abgehen tut das natürlich wieder am besten im englischen Original.
Gute Nerven und keine Angst vor peinlichen Situationen sollte man schon haben, wenn Jeff Susan erklärt, was ein “Porno-Kumpel” ist, oder Susan sich – reichlich erfolglos – im Restaurant im Dirty Talk versucht. Die Folgen sind kurz (30min) und haben jeweils ein ganz klares Thema, das dann auch knackig auf den Punkt kommt. Patrick nimmt vorzugsweise die Schäferstündchen mit seinen (vielen) Eroberungen auf Video auf. Die Komplikationen, dies sich daraus ergeben, kann man sich vorstellen…
Der heimliche Star ist Jeff, der mit Frauen so gar nichts auf die Reihe bekommt, aber allerhand seltsame und doch hilfreiche Theorien zur Hand hat. Die Verwicklungen schaukeln sich oft geradezu apokalyptisch hoch, und irgendwie steht immer gerade der in der Tür, den man am wenigsten gebrauchen kann. Jeder Charakter hat seine Macken, jeder bekommt sein Fett weg und steht öfters ziemlich dumm da, vielleicht mit Ausnahme von Susan, aber auch die kommt nicht ungeschoren davon.
Einige Folgen liefen auf Comedy Central, aber am besten kauft es sich auf DVD, denn in Ruhe genossen, macht es am meisten Spass. Anspieltips: Erste Staffel, erste Folge “Flushed”. Zweite Staffel “Jane and the truth snake” und vierte Staffel “The naked living room”. Auf jeden Fall darauf achten, das Original von BBC zu bekommen. Es gibt ein amerikanisches Remake, das ich nicht gesehen habe, es soll aber lange nicht so gut sein. Ein wenig mehr zum Thema in den Kommentaren bei Amazon.
18.August 2008
Nachdem ich die letzten 1 3/4 Jahre CMS-technisch fast ausschliesslich mit Drupal verbracht habe, soll Tommibolg wiederbelebt werden. Ich ich neugierig auf das neue WordPress, und die Welt hat doch noch mehr zu bieten ausser Drupal. Es ist sehr erfrischend, sich in einer anderen Umgebung wiederzufinden. Und mal schauen, wie die WordPress-Comminity so drauf ist.
Dass ich ohne diese kaum weiterkomme, merkte ich gleich am Anfang: Es hat sich ein fieser Bug eingeschliehchen, der mir einen Fatal Error: Out of Memory Fehler beschert, und zwar nur, wenn ich meine Posts verwalten will, und den “Manage” Tabe anklicke. Mal schauen, wie lange es dauert, dies zu lösen. Einstweilen Grüsse an alle WP-User.
17.August 2008
Debakel in der Nachspielzeit
Wer hätte gedacht, dass Fussball und Webdesign so eine amüsante Schnittmenge haben können. Mir hilft es manchmal sehr, nach einem desolaten und erfolglosen Auftritt unseres Teams in der Bundesliga feixend die Sonntagsspiele zu verfolgen und mich zu freuen, dass es anderen noch schlimmer ergeht. Ein anderer Quell der Schadenfreude ist, über den Katastrophencode mancher (nichtsdestotrotz sehr erfolgreicher) Websites zu lästern. Aber beides gleichzeitig… Genau das ist jetzt möglich.
Die Webkrauts nehmen die Webauftritte aller Klubs aus der ersten und zweiten Liga aufs Korn. Nach und nach wird hier genüsslich seziert, was die Webdesigner der jeweiligen Klubs so verbrochen haben. Und wie meine Ankünigung schon vermuten lässt, kann sich die waidwunde Seele an den Verfehlungen anderer laben.
Mein Lieber, da weiss man gar nicht, wo man anfangen soll. Die Autoren beschränken sich nicht ausschliesslich auf die Codebasis, auch Usability (ist das Menü gut zu benutzen u.ä.) kommt zur Sprache. In der ersten Folge bekommen die Seiten von Hertha BSC Berlin, MSV Duisburg und VFB Stuttgart ihr Fett weg. Auf eine Fortsetzung darf man gespannt sein, auch Respekt vor der nicht unaufwändigen Arbeit der Redaktion. Eins ist sicher – auch sie hatten viel zu lachen.
17.August 2008
Immer noch die Nummer 1
Der Glaubenskrieg bei den Content-Management-Systemen kann bisweilen bizarre Züge annehmen. Angeblich soll es 1400 davon geben. Stellen Sie sich vor, sie hätten 1399 Alternativen zu Microsoft Word…. Also ich könnte nicht mehr ruhig schlafen. Die Tendenz, sein aktuelles System als das Beste darzustellen, wird durch diese Zahl wahrscheinlich noch verstärkt.
Man kennt die Anderen einfach nicht. So geht es auch mir. Mit Typo3 habe ich es zweimal versucht. Es ist wahrscheinlich wesentlich besser, als ich denke. Der Kunde, dessen Seite mit Joomla! umgesetzt werden sollte, machte sich unrühmlich und ohne zu bezahlen, aus dem Staub. So gesehen ist das Beste das Einzige: das einzige System, mit dem ich aktuell eine komplette Seite umgesetzt habe – die grandiose Seite der Zukunft hannover-bebt.de ist eben Drupal.
Und ich muss schon sagen: die Einstiegshürden sind nicht gerade gering. Wenn es nur um das Benutzerinterface ginge, würde ich lieber heute als morgen auf Version 5 umsteigen. Wäre aber so, wie im Produktivbetrieb Windows Vista zu installieren. Also warten. Nun zum eigentlichen Inhalt dieses Posts: als nun schon etwas geübter Benutzer kann ich nur sagen: wow. Die Community erweist sich bisweilen als etwas spröde – anscheindend wesentlich mehr Entwicker dort am Start als Designer oder einfach nur Benutzer. Soviel zum Thema Einstiegshürde: es wird von einem erwartet, dass man so denkt, wie ein Entwickler. Ohne zumindest grundlegendes PHP-Verständnis geht eigentlich nichts. Und vieles ist im Kern angelegt, doch ohne Anpassungen unbrauchbar.
Doch hey, das ist doch genau das, was so jemand wie ich will: ein ungeschliffener Diamant, an dem man sich dann als Edelsteinschleifer profilieren kann. Eigentlich ist doch nur eine Sache an so einem CMS wichtig (mal abgesehen davon, dass es gefälligst den aktuellen Job tun soll): Das Gefühl, dass es nach oben keine Grenzen gibt.
Und genau da rocken Systeme wie Ruby on Rails, CakePHP oder eben Drupal: Beschränkung auf den Kern, und mit den “Hooks” genannten Angriffspunkten für den geneigten Programmierer lässt sich tatsächlich fast alles verwirklichen. Wer also PHP-Entwickler zu seinem Bekannten- oder erweiterten Mitarbeiterkreis zählt, sollte mal ein Auge werfen. Es könnte durchaus der Anfang einer wunderbaren Freundschaft sein…
17.August 2008
Das Content-Management-System der Zukunft
Wir haben hier ja an früherer Stelle schon von CakePHP berichtet. Ein durchaus ähnliches Konzept verfolgt das CMS Drupal. Von den holländischen Studenten Dries Buytaert und Hans Snijder zunächst für den Eigenbedarf als einfache Groupware entwickelt, hat es sich mittlerweile zu einem veritablen und von der Funktionalität her geradezu furchteinflössenden CMS entwickelt. Links: www.drupal.org www.drupalcenter.de
Seine besondere Stärke sind Communities, in denen es vor allem auf die problemlose Vernetzung aller Funktionen ankommt. Für eine klassisch statische Website geht es genauso, da muss man ihm dann fast schon ein bisschen die Flügel stutzen. Drupal positioniert sich im Vergleich zu seinem Konkurrenten Joomla als weniger Out-of-the-box mit viel schlankerem Core (in der Basisinstallation unter 1MB!). Der Rest ist sehr stark modular ausgelegt. Das bedeutet einerseits, dass mehr Handarbeit nötig ist, und für die Funktionalität, die die Redaktion von einem “normalen” (was ist in diesem Bereich schon normal?) CMS erwartet, mussten schon ein paar Module nachinstalliert werden.
Diese Installation geht im Allgemeinen aber sehr einfach und macht selten Probleme, vorausgesetzt, man kennt sich mit der richtigen Rechtevergabe unter Linux aus – der PHP-user wwwrun muss auf die Dateien zugreifen dürfen, sonst geht wenig. Das Admininterface (bei der neuesten Version drupal 5 jetzt allerdings stark verbessert) ist am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig, bis man weiss, wo alles ist. Dann ist auch das problemlos.
Diese etwas magere Grundausstattung frustet einen zunächst, offenbart sich nach und nach aber als grösster Vorteil des Systems: Die Entwickler konzentrieren sich auf den Core, und optiemieren diesen auf Effizienz und Geradlinigkeit, vergleichbar vielleicht zu einem Linux-Kernel (Ein grober Vergleich, zugegebenermassen habe ich nicht den leisesten Dunst, wie ein Linux-Kernel funktioniert). Die Grundfunktionalität muss natürlich im Kern angelegt sein, aber auch nicht mehr. Dadurch kann sich mit Hilfe der richtigen Module jeder das für seine Anforderungen passende System zusammenstellen (Module gibt es wahrlich reichlich). So und durch eine moderne und von flacher Hierarchie geprägter Programmierung ergibt sich, dass Drupal bei Performancetests allen anderen davonrennt (siehe z.B. Test in Internet Professionell).
Bevor das hier ausufert: man merkt, die Redation ist begeistert. Was wir allerdings dringend empfehlen, ist jemand dabeizuhaben, der zumindest PHP-Grundlagen hat. Sonst scheitert man an den eigentlich recht einfachen Anpassungen. Probiert es aus, Leute.
17.August 2008
Bzw. die Roten reiten wieder
Jawohl, unsere Fussballhelden kommen langsam in Form. 20 Punkte zur Winterpause – das ist genauso wie 1:0: Punktlandung. Frag mal nen Fallschirmspringer danach, dann weisste, wasses wert ist. Wieso jetzt alle auf Peter “Arbeitslos-und-Spass-dabei” herumhacken – das sagt mehr über die Leute selber aus als über Peterle selber. Der hat sich nämlich nicht gross verändert. Wir sind im Moment halt nur ein mittelmässiges Team.
Doch halt – wie war das im Untertitel? Richtig. Die Redaktion ist guter, nein bester Dinge für die Rückrunde. Wenn der Huszti mit dem Rosental – da werden so manche Bielefelder Nichtexistente und Nürnberger Lebkuchen noch ihr rotes Wunder erleben. Und wenn erst die Torwalze in Schwung kommt. Also statt das Leben der Andresen bin ich für Niemand und Garkeinen für die Rückrunde. Wir haben doch alles, was man braucht. Bargeldlose Bierbezahlung, die schon verdächtig lange reibungslos funktioniert. Den Torwart mit den besten Futures, oder nochmal für Börsianer mit nem klaren Bullentrend. Einen srpücheklopfenden und im Nebenjob sogar treffenden Stosstürmer. Und den Pokal hammer auch schon halb im Schrank. Also ich sach ma – da geht noch was.
Huldvoll blicken wir auf Abstiegspanikkäufe in Städten, die auch nie in den UEFA-Cup gehörten und jetzt unsere Rache zu spüren bekommen. Geschickt machte unser brasilianischer Baumverteidiger ein Schein-Eigentor. Gemein, gemein. Die lichte Höhe unserer 20 Punkte verleitet uns sogar, wählerisch zu werden bei den Zukäufen. Aber wer hat, der hat. Und wer Hecking bei der PK schon mal in seinem Kaffee rühren sah, möchte nicht in der Haut der noch kommenden Gegner stecken.
Rot teilt aus – eure Redaktion
Originalpost vom 01.01.2007
17.August 2008
Das Framework cakePHP bringt Ordnung ins Chaos
Erstmal was persönliches zu cakePHP: do it! use it! share it! YesYesYes! So, jetzt können wir sachlich werden.
Es ist wie eine Erleuchtung: wie nutzen wir die Stärken von PHP und umgehen seine Schwächen? Nach dem Hype um Ruby on Rails sind in letzter Zeit einige Frameworks aus dem Boden geschossen, um die Lücke zu füllen. Ein Framework zielt darauf ab, Standards vorzugeben, damit auch fremder Code durchsichtiger und verständlicher wird. Auf der Website cakephp.org wird alles gut verständlich – und das wird die Designer freuen – optisch ansprechend – präsentiert.
Wer schon mal auch nur etwas mehr als ein Formular in PHP programmiert hat, wird relativ schnell das Konzept verstehen, das dahinter steht: Weg von der individuellen “Freiheit”, seinen Code so unverständlich wie möglich zu gestalten, zu Stringenz und Einfachheit. Dass dabei im Nebeneffekt die Performance mit Sicherheit hoch ist, ist natürlich vor allem für Leute, die mittelgrosse bis grosse Projekte verwirklichen wollen, interessant.
17.August 2008
Begegnungen mit dem CMS Joomla
Der aufstrebende Webdesigner, so er nicht mehr in der Flash-Richtung unterwegs ist, hört irgendwann das Zauberwort: CMS, sprich Content-Management-System. Das kann man kaum aussprechen und es klingt irgendwie ehrfurchtgebietend. So flößte es auch mir solchen Respekt ein, dass ich mich nur auf theoretischer Basis herantraute. Ich versuchte auf einem abstrakten Level Typo3 zu verstehen. Kleiner hatte ichs grad nicht. Aber Typo3 ist immerhin das Synonym für ein freies CMS, das alles kann.
Mangels eines Auftrages, um in die Praxis zu gehen, gab ich die Pläne wieder auf. Nach durchaus positiven Erfahrungen mit WordPress (hey, auch ein Blog ist genaugenommen ein CMS) kam wieder Mut auf. Nun sollte es also etwas in der Mitte sein. Also Joomla
17.August 2008
Kaenzig in Nöten
Ja, da geht was. Jetzt wollen sie unseren Ilja aus dem Amt schreiben. Man kann sich nicht sicher sein, ob nun der wiedereingemischte Martin Kind oder Herr Willeke mehr Interesse daran haben, aber der Effekt ist der Gleiche.
Ilja Kaenzig sollte auf jeden Fall daraus lernen. Die menschliche Seite kommt bei ihm eindeutig zu kurz. Was weiss man von diesem Mann? Man sieht ihn eigentlich immer nur telefonieren. Auch in Kommentaren in der Presse merkt man ihm eindeutig an, dass er sich nicht gerne in die Karten schauen lässt. Aber ein Manager einer Bundesligamannschaft, so er nicht ein entmachteter “Sportdirektor” sein will, ist mehr als das. Er ist ein wichtiges Aushängeschild des Vereins. Man möchte irgendeine Identifikation mit der Stadt, mit den Spielern, mit den Fans spüren.
Tja, und da hapert es bei unserem eidsgenössischen Himmelsstürmer doch gewaltig. Dass ihm das jetzt vielleicht seinen Job kostet, muss man ihm schon gönnen.
Ich hoffe es nicht. Dazu ist die Kernarbeit, die er abliefert, einfach zu professionell. Der Kader von 96 wurde seit dem Wiederaufstieg erst seit seiner Ankunft ansatzweise systematisch und trotzdem finanzierbar – d.h. langfristig – verstärkt. Und das ist letztlich das einzige, was zählt.
Tja, alter Disco-Moderator: einfach mal ein bisschen fairer sein in Verhandlungen und für andere Leute (Mertesacker?) etwas mehr Wertschätzung zum Ausdruck bringen, und schon haben wir dich wieder lieb.
Originalpost vom 20.07.2007
17.August 2008
Tommi Lebt noch.
Und wie immer lautet unser Motto heute: and now for something completely different. In der Welt ist viel passiert seit meinem letzten Eintrag, leider gab es kaum gute neue Filme (wenn man mal von dem kontroversen “Hostel” absieht). Also wirklich etwas anderes: ich oute mich als Christina-Aguilera-Fan. Also bestimmt kein Fan von dem, was sie von sich gibt (der Höhepunkt war mal, dass sie propagieren wollte, Sex vor der Ehe wäre schlecht, aber rannte weiter in ultraknappen Outfits rum plus der gleichen Sexschiene bei Auftritten), nein, ganz bestimmt nicht.
Ich meine die Musik. Klar, man hört sich die ewigen Koloraturen bald leid, und auch kann ich meist nicht mehr als fünf Lieder am Stück hören. Allerdings stehe ich weiter zu dem Satz, mit dem man gerne schräge Blicke erntet: sie ist am Mikro keine Sängerin, sondern eine Göttin. Solche Leidenschaft und Intensität gibts kein zweites Mal (gibt es sicher, aber sie sticht schon heraus). Um diese Aussage zu verstehen, sollte man allerdings wirklich das ganze Album “Stripped” gehört haben. Und dann sich noch vor Augen führen, dass sie die meisten Lieder selbst geschrieben hat. Also wem das keinen Respekt einflösst…
17.August 2008
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